Frauen am Steuer, gemeinsam Kurs setzen

  26.02.2026 Wirtschaft, Romanshorn

«Was bedeutet es heute als Frau Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und den eigenen Weg zu gehen» war das Motto des Themenabends mit Podiumsdiskussion in der Autobau-Erlebniswelt Romanshorn.

Ein sehr interessiertes Publikum - vorwiegend Frauen- fand sich in im Autobau ein, um von Frauen in Führungspositionen über ihren Werdegang und Führungsalltag zu erfahren. Petra Keel, Mutter und Expertin für New Work und New Leadership, zeigte das Bildungsangebot und Rollenverhalten in den letzten Jahrzehnten auf. Seit 1981 sei in der Schweiz die formale Gleichstellung im Bildungswesen erreicht, aber die Stereotypen wirken weiter, Studien und Berufswahl seien oft geschlechtertypisch. Mehr junge Frauen als Männer haben heute einen Hochschulabschluss, aber im Berufsleben sei die kontinuierliche Abnahme des Frauenanteils mit jeder Karrierestufe Tatsache. Nur 10 % der KMUs werden von Frauen geführt. Schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Rollenerwartungen seien Gründe dafür, aber auch mangelndes Zutrauen in sich selber.

Nicht gegeneinander ausspielen
Es gehe nicht darum Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen, sondern ein positives Zusammenwirken zu erreichen, so Keel. Vier Powerfrauen stellten sich am Podium den Fragen von Petra Keel und aus dem Publikum: Barbara Reifler, Kommandantin der Kantonspolizei St. Gallen, Denise Neuweiler, Regierungsrätin Kanton Thurgau, Kathrin Loppacher, Leiterin Academy office Management IHK St. Gallen und Arina Meister, CEO Gut Werbung Kreuzlingen.

«Gleichstellung ist das beste Mittel gegen Gewalt in unserer Gesellschaft», so Reifler die im Polizeialltag oft mit häuslicher Gewalt konfrontiert wird.

«Wer jung nicht spinnt, ist alt nicht normal», fiel ein Satz, der Teenagereltern ein Trost sein möge. Das Hinterfragen von Normen, Traditionen gehöre dazu, damit Entwicklung und Veränderung möglich sei.

Diskussion am Apéro-Tisch
Ein Mann brachte es beim Apéro auf den Punkt: «Männer haben auch weibliche Anteile in sich, wie Fürsorge und Mitgefühl. Wenn sie diese entwickeln, so wie die Frauen eher männliche Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Selbstsicherheit und Stärke entwickeln, spielt es keine Rolle mehr, ob in den Chefetagen der Anteil an Frauen und Männern 50 zu 50 ist, es wird ausgeglichen sein.»

Trudi Krieg


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