Asiatische Hornisse breitet sich aus: Imkerverein Egnach ruft Bevölkerung zur Mithilfe auf
17.07.2026 Kultur&Natur, Uttwil , Salmsach, RomanshornDie invasive Asiatische Hornisse breitet sich in der Schweiz und im Kanton Thurgau rasant aus. Nach einer jüngsten Sichtung in Neukirch bittet der Imkerverein Egnach die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit. Sichtungen sollten umgehend über die offizielle Plattform gemeldet werden, um die Tierwelt zu schützen.
Die gebietsfremde Asiatische Hornisse (Vespa velutina) vermehrt sich derzeit stark. Im Kanton Thurgau wurden bereits mehrere Exemplare gesichtet, zuletzt am vergangenen Wochenende in Neukirch. Da die Hornisse kaum natürliche Feinde hat und grosse Völker bildet, breitet sie sich besonders schnell aus.
Gefahr für das Ökosystem
Die Ausbreitung des Schädlings hat ernste Folgen: Die Asiatische Hornisse jagt neben anderen Insekten vor allem Wild- und Honigbienen. Ein starker Rückgang der Bienenvölker bedroht das lokale Ökosystem und gefährdet die biologische Vielfalt. Um Schäden zu minimieren, müssen die Nester der Hornissen so früh wie möglich entdeckt und professionell entfernt werden.
Nester jetzt leicht zu entdecken
Bis Ende Juli baut die Asiatische Hornisse ihre sogenannten Primärnester. Diese entstehen oft an gut geschützten, bodennahen Orten in der Nähe von Gebäuden – etwa in Hecken, an Dachvorsprüngen oder auf Spielplätzen. In dieser Phase ist die Bekämpfung besonders effektiv, da die Nester gut zugänglich sind. Die spätere Suche nach den Sekundärnestern in hohen Baumkronen gestaltet sich dagegen äusserst aufwändig.
Wie erkennen Sie die Asiatische Hornisse?
Im Vergleich zur einheimischen Europäischen Hornisse fällt die asiatische Verwandte durch folgende Merkmale auf:
- Dunkler Körper: Der Rumpf ist fast vollständig schwarz gefärbt.
- Gelbe Beine: Die Enden der Beine sind auffallend gelb.
Sichtungen bitte sofort melden
Der Imkerverein Egnach bittet die Bevölkerung, verdächtige Insekten oder Nester nicht eigenmächtig zu bekämpfen, sondern sofort zu fotografieren oder zu filmen. Beobachtungen können ganz einfach auf der offiziellen Schweizer Meldeplattform hochgeladen werden: www.asiatischehornisse.ch
„Wir danken der Bevölkerung herzlich für die Unterstützung und jede eingehende Meldung“, betont Martin Stettler, Präsident des Imkervereins Egnach. Jedes Foto hilft den Experten, die Ausbreitung zu stoppen.
Imkerverein Egnach/Redaktion

