60 Jahre: Ein Leben für die Blasmusik
09.04.2026 Kultur&Natur, Romanshorn1965 hat es Siegfried «Sigi» Schnider gepackt: Und auch nach 60 Jahren ist das Euphonium noch immer «sein» Blasinstrument. Seit 46 Jahren spielt er im Musikverein Romanshorn.
Vor 60 Jahren war der Startschuss in der Brassband «Chilemusig Flühli» in der Innerschweiz: Damals wurde Sigi Schnider in eben diesen Dorfmusikverein aufgenommen und bereits damals war das Euphonium das Instrument seiner Wahl. Jetzt, sprich am Unterhaltungskonzert des örtlichen Musikvereins – in der er seit 1980 (!) spielt – wurde er für die langjährige Ausübung seines Hobbys gewürdigt. Mit der goldenen «Verdienstmedaille des internationalen Musikbundes».
Musik und Kameradschaft
Von Anfang an habe ihn die (Blas-)Musik fasziniert, genauso wie die in diesen Vereinen erlebte Kameradschaft, erzählt er in einem Gespräch mit dem «Seeblick»: «Mit dem Mitmachen und eben Mitspielen war man damals ins Dorfleben integriert. Wir haben das kulturelle Leben mitgeprägt, wir traten gemeinsam auf und waren miteinander unterwegs. Nach Flühli habe ich jeweils einige Jahre in den Musikvereinen Emmishofen und Märstetten gespielt, bevor es 1980 in Romanshorn losging. Und nach wie vor beeindruckt mich unsere Kameradschaft, man fühlt sich getragen. Den Zusammenhalt spüre ich auch bei den jüngeren Mitgliedern. Dass es mir immer noch gefällt, hat übrigens auch zu tun mit dem Dirigenten.»
Angesprochen auf die Veränderungen im musikalischen Bereich, ergänzt er: «Auch wenn mir ganz grundsätzlich die Musik eines Philip Sparke sehr gefällt, auch die Märsche und Polkas, die früher vermehrt gespielt wurden: Die Unterhaltungskonzerte, die wir heute spielen, die oft unter einem Motto stehen, sind sehr schön. Vor allem die spanischen Melodien, die Tänze aus bekannten Filmen, wie von Anfang März, haben es mir angetan.» Sagt es und freut sich bereits auf das Eidgenössische Musikfest, das im Mai in Biel stattfinden wird.
Markus Bösch
