«avosano» – Zusammenarbeit sichert Zukunft
08.10.2026 Wirtschaft, RomanshornSeit anderthalb Jahren gibt es die Firma «avosano» an der Aachstrasse, hervorgegangen aus «Amedis» und «Voigt»: «Damit sichern wir die Grundversorgung im Schweizer Gesundheitswesen», sagen der CEO Lorenzo Stoll und der Verwaltungsratspräsident Jakob Küng im Gespräch mit dem «Seeblick».
1904 war Voigt als Spezerei-Grosshandlung in Romanshorn gegründet worden, 2010 war eine zweite Niederlassung in Niederbipp eröffnet worden, auch um die Logistik-Bedürfnisse schweizweit abdecken zu können: «Voigt hatte unterdessen eine kritische Grösse erreicht, um weitere Entwicklungen überhaupt ermöglichen zu können. Aus den beiden Betrieben ‹Amedis› und ‹Voigt› entstand dann am 1. Januar 2025 mit der ‹avosano› (Amedias, Voigt, sano als Begriff für Gesundheit) ein neues Unternehmen. Mit dem Zusammenschluss haben wir uns zur Zusammenarbeit entschlossen», erläutert Jakob Küng.
National aufgestellt
«Wir können jetzt die ganze Ost-West-Achse abdecken, gehören damit zu den Grundversorgern des Schweizer Gesundheitswesens. 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Romanshorn, Niederbipp und Puidoux tätig. In zwei Geschäftsfeldern, nämlich dem Gross- respektive Grossistenhandel (Einkauf, Lagerung und Weiterverkauf der Produkte) und im Industrieservice, also der logistischen Dienstleistung für die Hersteller. In Romanshorn sind 180 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hauptsächlich in der Logistik, im IT-Bereich, in der Buchhaltung und im Kundenservice, also in der Qualitätssicherung tätig», sagt Lorenzo Stoll.
Täglich eine halbe Million Packungen
In der Schweiz gibt es rund 1800 Apotheken, etwa 1400 werden von «avosano» betreut und beliefert. Diese machen etwa 92% der Geschäftstätigkeiten aus: «Und hier können wir unsere logistischen Stärken ausspielen. Wenn während sechs Tagen pro Woche täglich eine halbe Million Packungen geliefert wird. Und dies meistens innerhalb von sechs Stunden. Da sind wir gefordert, wenn die Warenverfügbarkeit und die Liefergeschwindigkeit stimmen müssen. Und das dürfen unsere Kundinnen und Kunden auch erwarten. Gleichzeitig braucht das immer wieder – auch neue – Investitionen. Zum einen testen wir zusammen mit unserem Transportdienstleister Eugen Weber AG aus Malters neue Mobilitätsformen und optimieren bei uns die Logistik, auch in Zusammenarbeit mit den digitalen Erfahrungen unserer Kunden und Kundinnen, anderseits können wir mit Automatisierungen den Energieverbrauch minimieren. Notabene haben wir sowohl in Romanshorn als auch in Niederbipp grosse Solaranlagen auf unseren Gebäuden − in Niederbipp erreichen wir damit eine 72-prozentige Eigendeckung», so Stoll. Und die Entwicklungen werden weitergehen.
Markus Bösch








