Bus Ostschweiz: Vorwärts mit Elektrifizierung
09.04.2026 Wirtschaft, RomanshornDie BUS Ostschweiz AG wird noch klimafreundlicher: Mit der Elektrifizierung des Busdepots in Amriswil entsteht ein zentraler Lade- und Betriebsstandort für die E-Bus-Flotte im Oberthurgau. In der langfristigen Strategie heisst das: Bis 2038 nur noch E-Busse. Für die Hafenstadt kommt ab dem Fahrplanwechsel 2026 die Linie Romanshorn−Salmsach−Hof dazu.
An einer Medienorientierung informierten der Amriswiler Stadtpräsident Gabriel Macedo, CEO Roland Ochsner und Rolf Burmeister (Projektleiter) über den aktuellen Stand und die künftigen Ausbauschritte: «Pro Jahr transportieren wir 1,3 Millionen Fahrgäste und die Busse legen 1 Million Kilometer zurück. Wir haben die Elektrifizierung als ein grosses Thema der Zukunft angegangen», so Macedo.
Neues Label
Roland Ochsner ist CEO der Bus-Ostschweiz-Gruppe mit über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 200 Fahrzeugen: «Ziel ist die Elektrifizierung der gesamten Regionalverkehrsflotte bis 2038. Zurzeit sind 22 Busse mit diesem Antrieb im Einsatz, elf weitere sind bestellt. Zu den heutigen E-Bus-Schwerpunkten zählen Amriswil, Sargans und Ruggell (Liechtenstein). Mit einem neuen, einheitlichen E-Label machen wir die Elektromobilität im Alltag des öffentlichen Nahverkehrs sichtbar.»
Nachhaltig unterwegs
Rolf Burmeier seinerseits vermittelte einen Einblick ins Busdepot Amriswil: «Die seit Dezember 2025 im Einsatz stehenden Elektrobusse haben sich bewährt. Sie sind beliebt und fahren zuverlässig. Ab Dezember 27 sollen im Rahmen der neu ausgeschriebenen Linien im Kanton Thurgau zwölf E-Busse eingesetzt und damit rund 90 Prozent aller Linienkilometer im Raum Amriswil betrieben werden. Zu diesen Linien wird dann auch Romanshorn−Salmsach−Hof gehören. Allerdings: Das Resultat der Ausschreibung läuft noch und wird im Sommer bekannt sein. Wichtig für uns: Das Depot Amriswil verfügt künftig über 19 E-Bus-Stellplätze mit Ladepunkten bis 180 kW Leistung. Die Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 145 kWp sorgt für eine nachhaltige Energieversorgung. Gleichzeitig nutzen wir die Abwärme der Ladegeräte zur Erwärmung der Bushallen im Winter. Und die vollbiologische Wasseraufbereitung der Wasseranlage läuft mit einer 95-prozentigen Recyclingquote. Für den Grossunterhalt der E-Busse wird in Sargans das erste E-Mobilitätszentrum der BUS Ostschweiz entstehen.»
Markus Bösch







