«Der bunte Hund» trifft die Vernetzerin
31.03.2025 Kultur&Natur, RomanshornSie waren und sind mobil, physisch und in ihrem vielseitigen Tun: Anders Stokholm, noch Stapi, bald wieder Pfarrer und Susi Gubler, umtriebige Unternehmerin und Brückenbauerin. Beide waren Gäste bei «SRF-persönlich» im Kino Roxy.
Vom herzhaften Lachen zum verschmitzten Lächeln – und dabei stets den Menschen mit seinem Potenzial und seinen Geschichten im Mittelpunkt behalten: Das sind die beiden Gesprächspartner von Michelle Schönbächler im Rahmen des Sonntagstalks «SRF persönlich».
Beide lieben das Meer und beide erzählen mit Empathie aus ihrem Leben und dass sie in die Fussstapfen ihres Vaters getreten sind – er als Pfarrer, sie als Lehrerin. Und beide sind nicht dabei geblieben: «Ich war immer draussen als Kind, immer in Bewegung und ich habe mich seit jeher für Schwächere eingesetzt. Damals in der Schule und heute, wenn es mir gelingt, Führungskräfte auf jeder Ebene zusammenzubringen, damit sie ihr je wertvolles Wissen weiteregeben», erzählt Susi Gubler.
Anders Stokholm hat aus Gründen der Faszination Theologie studiert, um seine erste Pfarrstelle sehr jung anzutreten: «Vorher durfte ich zwölfmal umziehen, dank des Berufes meines Vaters, und war auch schon in Grönland. Glauben heisst für mich, offen sein, im Miteinander und mit Wurzelhaftung unterwegs sein.»
Menschen stärken
Und seine Gesprächspartnerin sagt es so: «Glauben ist ein tiefes Vertrauen ins Leben und in die Menschen. Es ist das, was uns zusammenhält. Übrigens: Meinen Mann habe ich telefonisch kennengelernt, im Zusammenhang mit Telemark-Skis.»
Der Frauenfelder Stadtpräsident, der bald wieder in ein Pfarramt wechselt, hat seine Frau während des Studiums an der Uni kennengelernt: «Mit der Politik nehme ich Lebenserfahrungen und auch Verständnis mit in meine neue Arbeit.»
Und schliesslich wohl für die 66-Jährige und den 58-Jährigen gleich wichtig: Beide schauen vorwärts, wollen und werden die Zukunft gestalten, die Menschen stärken und weiter zusammenbringen. Und wohl manche der zahlreichen Besucherinnen und Besucher nahmen genau das mit in den Sonntag: nämlich solche Ziele, dies es immer und vielleicht gerade in Zeiten wie jetzt mehr denn je braucht. Und Menschen wie sie, die das umsetzen.
Markus Bösch