Ein gutes Jahr – Fit für die Zukunft
11.06.2026 Wirtschaft, Romanshorn, Salmsach, UttwilFinanziell gesund, schaut die Genossenschaft EW Region Romanshorn positiv in die Zukunft: Themen an der GV waren der Bau einer Grossbatterie am Egnacherweg und der Teilersatz einer Faserzement-Transportleitung zwischen Seewasserwerk und Reservoir Oberau.
Aus Sicherheitsgründen fand die GV erstmals ausserhalb der Hafenstadt im Pentorama Amriswil statt: Daselbst segneten 205 Genossenschafterinnen und Genossenschafter am Montagabend sämtliche Anträge des Verwaltungsrates einstimmig ab: Jakob Küng bleibt weiterhin Präsident, die finanziellen Kennzahlen wurden mit Freude zur Kenntnis genommen: «Der Nettoertrag aus Lieferungen und Leistungen stieg auf 21,9 Millionen Franken, der Jahresgewinn betrug 928’351 Franken. Insgesamt sollen die Kundinnen und Kunden der Strom- und Wasserversorgung von einer Erfolgsbeteiligung von 500’000 Franken profitieren. Und: In den drei Netzgebieten Romanshorn, Uttwil und Salmsach wurden im vergangenen Jahr 83,3 Mio. kWh Strom bezogen», so Küng.
Für die Zukunft
Geschäftsleiter Joh van der Bie seinerseits informierte über laufende und künftige Projekte: «Im Herbst haben wir mit dem Ersatzbau einer 1,7 km langen Faserzementleitung zwischen Seewasserwerk und Reservoir Oberau begonnen. Die Leitung mit einem Durchmesser von 350 mm ist sechzig Jahre alt. Die neue Stahlleitung ist 600 mm dick, wir investieren 3,5 Millionen Franken. Am Egnacherweg planen wir den Bau einer Grossbatterie mit 7,5 MW Leistung und 15 MWh Kapazität. Für dieses Projekt investieren wir 5 Mio. Franken, die Batterie dient in erster Linie der Netzstabilität. Mit der Baugenehmigung rechnen wir Ende Jahr, in zwei Jahren soll sie in Betrieb gehen. Laut unserer Finanzplanung rechnen wir mit Investitionen bis 2041 von etwa 53 Mio. Franken. Im Zentrum unserer Tätigkeit und unserer Strategien steht ganz klar die Zuverlässigkeit.»
Vor dem Abendessen durch den Romanshorner Caterer «Genial delikat» wurde einmal die Installation von Ladestationen für E-Bikes (beispielsweise am See) angeregt. Gefragt seien Stadt und EWR.
Markus Bösch
