Gansch & Breinschmid glänzen bei klangreich
03.04.2025 Kultur&Natur, RomanshornAm Sonntag, 30. März, traten Gansch & Breinschmid in der Alten Kirche in Romanshorn auf. Einmal mehr ist es «klangreich» gelungen, Spitzenmusiker an den See zu bringen, die mit frenetischem Applaus vom Publikum gefeiert wurden.
Die beiden Niederösterreicher haben mit der Klassik begonnen und sich musikalisch in andere Richtungen entwickelt.
Thomas Gansch (31.12.1975) Trompete, Flügelhorn, Stimme, begann mit 15 ein Studium an der Musikhochschule Wien. Bis 2014 Professor für Trompete am Salzburger Mozarteum. Spielte in der Jazzszene mit Spitzenmusikern zusammen.
Georg Breinschmid (25.04.1973) Kontrabass, Stimme, durchlief eine klassische Ausbildung und Studium, spielte in verschiedenen Wiener Orchestern mit. 1998 verliess er die Klassik, spielte in Jazz-Ensembles mit.
2007 entstand das Duo Gansch & Breinschmid. Die beiden in der Musikszene einzuordnen, ist nicht so einfach. Zwei Spitzenmusiker, die von Klassikelementen über Pop, Blues, Jazz und Improvisation alles im Repertoire haben. Dazwischen Comedy und humoristische Einlagen. Zeitweise sind sie auch ein Trio oder Quartett, diente doch die Bassgeige auch als Schlagzeug, ergänzt mit Pfeifen und ihren Stimmen.
Wieso nicht am ESC?
«Jedes Jahr würden sie sich bewerben für den ESC. Aber jedes Mal hiess es, leider Nein. Warum nur?», fragten sie das Publikum. Das hatte auch keine Antwort. Nach dem Lied «Text und Musik müssen eine Einheit bilden» war alles klar. Wie vielfältig und abwechslungsreich sie sind, bewiesen sie im Stück «Donauwalzer». Brav, klassisch angefangen, wurde es sehr jazzig, über «Lady Madonna» von den Beatles zu Cha-Cha-Cha ging es in atemberaubender Geschwindigkeit dem Finale entgegen.
Nach frenetischem Applaus gab es noch zwei Zugaben. Dieser Abend war schillernd, vielseitig und virtuos.
Hansjürg Oesch