Gesetze können die Zerstörungen stoppen

  24.02.2026 Wirtschaft, Romanshorn

Über 100 Personen wollten den Film «Macht und Ohnmacht» sehen: Die Konzernverantwortungsinitiative will mit Gesetzen gegen Zerstörungen von Lebensraum vorgehen.

Die Bilder am Freitagabend, 20. Februar, waren beeindruckend: Zum einen die fast volle Rebsamenaula und zum andern die Menschen, die betroffen sind von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen. Involviert, Konzerne, die in der Schweiz ihren Hauptsitz haben.

Beispielhaft wurden im Dokumentarfilm «Macht und Ohnmacht» indigene Gemeinschaften aus Peru und Borneo gezeigt – Familien, deren Trinkwasser verseucht, deren Lebensräume zerstört werden. Durch den Abbau von Kohle und Mineralien. Ihr Land wird enteignet und gestohlen, sie verlieren ihre Lebensgrundlagen, ihre Ernährung und Gesundheit wird beeinträchtigt. Als Verursacher treten Konzerne auf, die ihren Hauptsitz in der Schweiz haben, die von Engagement reden, das sich bald als Farce entpuppt: «Auch weil Freiwilligkeit nicht wirklich viel bringt. Es braucht Gesetze, so wie fast überall in Europa. Genau darum haben wir im vergangenen Jahr die zweite Konzernverantwortungsinitiative eingereicht», erzählt Mia Speck vom Komitee, das dahintersteht.

Ein klares Zeichen
2020 war die gleichnamige, erste Initiative nur wegen des Ständemehrs gescheitert. Diesmal wurde sie mit 286’000 Unterschriften eingereicht: «Das ist ein klares Zeichen. Wir wollen ein Gesetz, das eine Sorgfaltspflicht auch für Tochterfirmen, Schadenersatz und eine unabhängige Aufsichtsstelle beinhaltet. Betroffen sind nur Konzerne, KMUs sind ausdrücklich davon ausgenommen. Jetzt gilt es, unsere Bewegung sichtbar zu machen, denn im Herbst wird die Initiative wohl im Parlament behandelt werden», so Speck.

Dass die Thematik die Bevölkerung bewegt, zeigten auch die Gespräche im Anschluss an den Film.

Markus Bösch


 


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote