«Kultur nach Romanshorn – auch in Zukunft!»

  15.06.2026 Kultur&Natur, Romanshorn

Vor hundert Jahren hat begonnen, was jetzt gefeiert und weitergehen wird: Paul Müller als derzeitiger Präsident dankte – und ein Oktett plus Erzähler präsentierte überaus humorvoll «Die Hochzeit des Figaros» zum Jubiläum der GLM (Gesellschaft für Literatur, Musik und Kunst).

Ein Freudentag für Interessierte an Kultur und jene, die seit Jahr und Tag «Literatur, Musik und Kunst nach Romanshorn bringen»: So sagte es Paul Müller, der am Sonntagnachmittag in der Alten Kirche und im Garten des Hotels Schloss durch die Geburtstagsfeier der GLM Romanshorn führte: «Auch wir sind ein Beispiel von erfolgreicher, gemeinnütziger Tätigkeit. Seit 1926 hat eine kleine Gruppe in ihrer Freizeit etwas bereitgestellt, dass die Allgemeinheit hat nutzen können. Unsere Vorgänger/-innen und wir haben uns bemüht, Kultur nach Romanshorn zu bringen. So habe auch ich erste kulturelle, ausserfamiliäre Erfahrungen gemacht, bei Theater- und Kabarettabenden − im Bodansaal –, früher gab es da auch Symphoniekonzerte. Ich habe Schlossbergkonzerten beigewohnt. Und mit der Schaffung von ‹klangreich› in der Alten Kirche hat Christian Brühwiler ausgesuchte Konzerte organisiert. Wir führen diese Tradition inhaltlich gewandelt weiter. Und neben dieser Konzertreihe unterstützen wir die Bibliothek bei Lesungen. Und wenn jemand mit einem gelungenen künstlerischen Vorhaben zu uns kommt, helfen wir gern bei der Finanzierung», so Müller.

Zuwendungen, Mitglieder, Sponsoren
Möglich sei dies dank Legat, Zuwendungen, Sponsoren und Mitgliederbeitragen. Und auch dank der Stadt und zahlreichen Romanshorner Geschäften. Für Stadtrat Roman Imhof ist dabei klar: «Die GLM ist geprägt von Tradition und Offenheit, macht damit Kultur erlebbar und strahlt auch über die Region hinaus. Macht weiter so mit Engagement und Ideen», wünschte er den Organisatoren.

Dazu passend hatte die GLM zum besonderen Konzert in eben die Alte Kirche eingeladen: Mit Mozarts «Die Hochzeit des Figaros» präsentierte das Schweizer Oktett unter der Leitung von Jens Lohmann zum einen ein grosses Werk – dargeboten in einer eigenen Form, nämlich als «Opera re:told»: Die Musiker und Musikerinnen spielten Teile des Werks, nicht pompös sondern kleinräumig, immer wieder begleitet vom Erzähler und Schauspieler Frederic Böhle, dem es in wunderbar ironischer Weise gelang, eine fesselnde Geschichte mit historischen Blitzlichtern und Bezügen in die Gegenwart zu bringen.

Den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern zeigten sich begeistert und gratulierten im Anschluss beim Apéro im Garten des Hotels Schloss.

Markus Bösch

 


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