Mehr Dankbarkeit
29.04.2026 Leserbriefe, RomanshornKürzlich forderte im Thurgauer Grossen Rat ein Vorstoss aus der SVP Zahlen zur Kriminalitätsrate. Wenig überraschend ist diese Rate bei der ausländischen Bevölkerung höher als bei der schweizerischen. Das wissen wir schon lange. Leider wird jeweils das Durchschnittsalter nicht berücksichtigt. Bei der ausländischen Bevölkerung ist es tiefer, was deren Kriminalitätsrate tendenziell erhöht. Zudem tragen viele der insbesondere aus EU-fernen Ländern eingereisten Menschen direkte oder indirekte Kriegserfahrungen in sich. Diese sind bekanntlich schwer zu verarbeiten und können kriminelle Impulse fördern. Die Schweiz hat seit über 100 Jahren nie Krieg im Land drin erlebt. Dafür können wir wohl nie genug dankbar sein. Einige Weichenstellungen der Schweiz haben dazu beigetragen, aber noch viel mehr verdanken wir dieses Glück der göttlichen Gnade.
Unsere Dankbarkeit hindert nicht daran, kriminelle Täter egal welcher Herkunft konsequent zu bestrafen. Sie verpflichtet uns aber, diese Täter auf ihrem Weg zu einem besseren Leben tatkräftig zu unterstützen, so wie es der Tradition der Schweiz entspricht. Wir Alle sind dazu aufgerufen, diese Tradition der Mitmenschlichkeit nicht durch Ausländerfeindschaft zu untergraben, sondern aus Überzeugung weiter zu pflegen.
Regula Streckeisen
Amriswilerstrasse 20, Romanshorn