Mythen aus der Geschichte des Bodensees
24.06.2026 Kultur&NaturWas erzählen Mythen über einen Ort? Und was sagen sie über die Menschen, die dort leben? Die öffentliche Führung «Vom Nebelmännle und anderen Mythen aus der Geschichte des Bodensees» im Werk2 in Arbon am Mittwoch, 1. Juli, widmet sich der Verbindung zwischen regionalen Erzählungen und der Geschichte des Bodenseeraums.
Im Rahmen der Sonderausstellung «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» gibt Dominik Gügel, Direktor des Napoleonmuseums Arenenberg und Kenner der grenzüberschreitenden Bodenseegeschichte, Einblick in ausgewählte Mythen und ihre historischen Bezüge. Die öffentliche Führung am Mittwoch, 1. Juli, 18.30 bis 19.30 Uhr, verbindet historische Fakten mit überlieferten Geschichten und zeigt, wie eng Realität und Mythos im Bodenseeraum miteinander verwoben sind.
Im Zentrum stehen Fragen nach Ursprung und Bedeutung bekannter Erzählungen aus der Region: Was steckt hinter dem Nebelmännle? Die Überlieferung dieser Legende reicht von mittelalterlichen Vorstellungen bis zu heutigen Deutungen. In aktuellen Bezügen wird sie sogar mit Wetterphänomenen und dem Klimawandel in Verbindung gebracht.
Welche Rolle spielen Bäume in der Mythologie rund um den Bodensee? Vom jahrtausendealten Einbaum aus Lindenholz bei Konstanz über die Namensgeschichte Arbons (lat. Arbor Felix, dt. glücklicher Baum) bis hin zum Baum der Erkenntnis entfalten Bäume als Metaphern ihre Wirkung. Und warum war der heilige Nikolaus für die Menschen am See nicht nur eine Figur des Schenkens, sondern vor allem ein Schutzheiliger gegen die Gefahren des Bodensees, der bis ins 19. Jahrhundert als unberechenbarer Lebensraum galt?
Diese und weitere Hintergründe zu regionalen Mythen werden in der öffentlichen Führung vertieft.
Der Eintritt ist frei. Anmeldungen erwünsht unter: werk2.tg.ch/veranstaltungen.
Museen Thurgau

