Schädliche Arten sollen wirksam bekämpft werden
13.08.2026 PolitikDer Regierungsrat des Kantons Thurgau hat das «Strategie- und Umsetzungskonzept – Invasive gebietsfremde Organismen 2026 bis 2029» genehmigt. Ein zentrales Element der Umsetzung ist der gezielte Fokus auf besonders schädliche Arten sowie die Prävention der Verschleppung.
2010 hat der Regierungsrat erstmals ein Strategie- und Umsetzungskonzept bezüglich invasiver gebietsfremder Organismen genehmigt. In den Folgejahren genehmigte er vier nachfolgende Konzepte. Sie enthielten fachliche Grundlagen, einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen, kantonale und weitere Zuständigkeiten sowie die kantonale Neobiotastrategie. Die Ausarbeitung von Konzepten für die Umsetzung der Aufgaben im Bereich der invasiven gebietsfremden Organismen hat sich im Kanton Thurgau bewährt. Deshalb hat das Amt für Umwelt unter Einbezug der betroffenen Ämter und Fachstellen ein aktualisiertes Folgekonzept für die Periode 2026 bis 2029 mit neuem Aufbau ausgearbeitet. Dieses hat der Regierungsrat nun genehmigt.
Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren hat oberste Priorität
Das neue Konzept bildet die Grundlage für ein koordiniertes Vorgehen des Kantons, der politischen Gemeinden sowie weiterer Akteure. Leitziel ist es, wichtige Schutzgüter vor Schäden durch invasive Neobiota zu schützen, wobei der Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren oberste Priorität hat. Zudem stehen Prävention und Früherkennung im Vordergrund. Das Vorgehen ist in die vier Handlungsfelder Koordination, Vollzugsgrundlagen, Prävention und Bekämpfungsstrategie mit entsprechenden Massnahmen gegliedert.
Die Umsetzung erfolgt nach dem Prinzip «befähigen, unterstützen und durchsetzen». Ein zentrales Element der Umsetzung ist der gezielte Fokus auf besonders schädliche Arten wie die Asiatische Tigermücke, Ambrosia, Riesenbärenklau und Schmalblättriges Greiskraut sowie neue, nur lokal auftretende Arten. Hinzu kommt die konsequente Prävention der Verschleppung von Neobiota, insbesondere bei Bautätigkeiten und im Handel. Die politischen Gemeinden übernehmen eine wichtige Rolle und werden vom Kanton fachlich sowie finanziell unterstützt.
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