Schulhaus Brüggli feierlich seiner Bestimmung übergeben

  03.09.2026 Schule&Bildung, Romanshorn

Was vor fünf Jahren seinen Anfang genommen hat, findet einen erfreulichen Abschluss: Vor zwei Wochen wurde das Schulhaus «Brüggli» mit lachenden Kindern, Musik und Sonnenschein feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Eigentlich passt(e) alles: Sowohl die Bauherrin, die Handwerker als auch Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen als künftige «Bewohner/Bewohnerinnen» dürfen zufrieden sein. Am 22. August konnte das Schulhaus Brüggli seiner Bestimmung übergeben werden – mit Musik und Ansprachen wurde entsprechend gefeiert (siehe Fotostrecke): «Nach nunmehr 533 Tagen nach dem Spatenstich können wir heute stolz sein. Dank grossen Engagements aller Beteiligten und vielen richtigen Entscheidungen ist ein Gemeinschaftswerk entstanden. Und mithin ein Gebäude, das zu einem Ort werden wird, in dem gelernt, gelacht, gegessen, gearbeitet, gestritten und sich versöhnt wird. Davon bin ich überzeugt», sagte Primarschulpräsidentin Nicole Ebe an der feierlichen Eröffnung vor einer Woche.

Fünf Jahre
«Bereits 2021 haben die Planungen begonnen, 2023 wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben und ein Jahr später der Sieger aus 43 Projekten auserkoren. Während eineinviertel Jahren war dann gebaut worden, bevor am 4. August 2026 die Schlüssel übergeben werden konnten», erzählt Christian Stumpf. Er ist der Leiter «Bau und Liegenschaften» der Primarschule.

Neben den Zimmern für Deutschunterricht, Schulische Heilpädagogik, Logopädie, schulergänzender Betreuung und einem Lehrerzimmer werden künftig vier Unterstufenklassen und zwei Kindergartenabteilungen dort anzutreffen sein. Neben dem Betonkeller ist das Schulhaus eine Holzkonstruktion mit vorgegrauter Fassade. Verbaut worden sind 257 m3 Holz und Holzwerkstoffe sowie 450 m3 Beton. Und es gibt Schutzraumplätze für 100 Personen. Zum Pausenplatz mit Fussballfeld und bewusst wenigen Spielgeräten, sagt Stumpf: «Die Kinder sollen erst mal vorhandene Freiräume nutzen. Zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten sind möglich und eingeplant.»

Nachhaltig in verschiedenen Bereichen
Für die nötige Energie sorgt eine Photovoltaikanlage (vermietet an das EKT) inklusive eines Batteriespeichers. Eine Erdsonde versorgt das Gebäude mit Wärme und sie kann auch kühlen. Auch die Umgebung ist in einem nachhaltigen Sinn gestaltet: «Wir haben 17 Laubbäume und zahlreiche Sträucher gepflanzt – und dazu gehören auch Hecken und einige Kletterpflanzen. Wenn ich auf die Bauzeit zurückschaue, kann ich sagen: Dank einer guten Bauleitung war das Zusammenspiel der beteiligten Handwerker optimal. Auch darum sind wir optimistisch bei den finanziellen Kennzahlen: Den bewilligten Baukredit von 7,79 Millionen Franken werden wir – Stand jetzt − wohl nicht ganz ausschöpfen.»

Die Stimmung am Eröffnungsanlass war durchwegs positiv. Zahlreiche Gäste äusserten sich lobend über das Schulhaus und zeigten sich beeindruckt von den hellen und modernen Räumen.

Markus Bösch


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