SRG Ostschweiz im Kornhaus: Klare Worte der SRG-Chefin

  17.05.2022 Wirtschaft

Endlich wieder analog inmitten der digitalen Transformation: 213 Mitglieder der SRG Ostschweiz informierten sich an der Jahresversammlung darüber, wo die SRG Schweiz steht in ihrer Strategie 2024.

Nichts Neues unter der Sonne am Bodensee: Wegen veränderter Mediennutzung, dem Rückgang der Werbeeinnahmen und der Gebührenplafonierung brauche es eine (digitale) Transformation, eben die besagte «Strategie 2024». Die SRG-Direktorin Nathalie Wappler erklärte dazu am Samstag im Kornhaus in Romanshorn: «Unsere Marktanteile sind nach wie vor gross – 42% beim Fernsehen zur Primetime, 60% beim Radio am Morgen. Gleichwohl stellen wir fest, dass die unter 45-Jährigen die SRG-Angebote signifikant weniger nutzen. Für 25% sind sie nicht genug relevant. Darum ist je länger, desto mehr eine ganzheitliche Distribution wichtig – neben dem Inhalt, sprich dem qualitativ hochstehenden Journalismus. Wir müssen inmitten all der Angebote und Plattformen unsere Sichtbarkeit und Relevanz sicherstellen.»

Neues stärkt Vielfalt
Dass dies geschieht, zeigte sie anhand von Beispielen wie rec. auf YouTube, wo doch 64% der Nutzerinnen unter 35 Jahre alt sind. Oder mit dem Fokus auf Kinder mit «SRF kids» und den Kindernachrichten. Befragt von Kathrin Alder vom Ostschweizer Regionalstudio ergänzte sie zum Thema der Abgänge von bekannten SRF-Gesichtern, dass dadurch Chancen für neue Talente möglich werden. Und angesprochen auf die laufende «Halbierungsinitiative», machte sie klar, dass dies wohl dramatische Folgen für die Vielfalt und die Regionalität haben werde.

Neue Gesichter
Maria Lorenzetti, die Leiterin des Regionalstudios Ostschweiz, schaute zurück auf die zwei vergangenen Pandemiejahre und sagte unter anderem, dass beispielsweise die (digitale) Berichterstattung aus der Region für die Nation rege beachtet werde. Und für diesen Sommer sei die Serie «Brückenbauer» aufgegleist.

Durch den statutarischen Teil der Jahresversammlung hatte vorgängig deren Präsident Canisius Braun geführt: Sämtliche Geschäfte wurden einstimmig abgesegnet. Nach der Verabschiedung von Hildegard Jutz aus dem Vorstand (und dem Publikumsrat) sowie René Rohner wurden Andrea Abderhalden-Hämmerli, Yvonne Brigger-Vogel und Cyrill Schwitter in dieses Gremium gewählt. Daniela Fuchs ersetzt Heinz Alder als Revisorin. Und Jorim Schäfer ist neu im Publikumsrat (für Hildegard Jutz).

Grussworte richteten Regierungsrat Urs Martin und Stadtpräsident Roger Martin an die SRG-Ostschweiz-Mitglieder, bevor im Anschluss Apéro und Mittagessen serviert wurden.

Markus Bösch
 

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