Wenn der Thurgau nach Äpfeln duftet: Die «Möhl-Ziit» 2026
08.09.2026 WirtschaftDie Äpfel sind reif, die Traktoren rollen an und bei der Mosterei Möhl in Arbon beginnt die wohl intensivste Zeit des Jahres: die Mostsaison. Während der «Möhl-Ziit» vom 12. September bis 25. Oktober 2026 lässt sich die Apfelernte unmittelbar erleben. Das Highlight: Unter der Woche bringen Obstproduzenten aus der Region ihr frisch geerntetes Mostobst mit Traktoren direkt zur Mosterei. Ein Schauspiel, das den Weg des Apfels vom Baum bis in die Flasche sichtbar macht.
Wenn im Spätsommer und Herbst Traktoren und Anhänger mit frisch geernteten Äpfeln und Birnen in Arbon eintreffen, beginnt für die Mosterei Möhl das Herzstück des Jahres. Rund 20'000 Tonnen Mostobst werden hier jährlich, abhängig von der Ernte, verarbeitet. Die Wege sind dabei bewusst kurz: Das Mostobst stammt aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern, zwei Drittel bezieht Möhl direkt von Landwirtinnen und Landwirten aus der unmittelbaren Umgebung. Diese enge Verbindung zum regionalen Obstbau gehört seit über 130 Jahren zur Identität des Familienunternehmens. Hinter jedem Glas Apfelsaft stehen nicht nur Äpfel, sondern auch Obstbäuerinnen und Obstbauern, gepflegte Kulturlandschaften, alte und neue Sorten – und viel Arbeit über das ganze Jahr hinweg. Vom Winterschnitt über die Blüte und Bestäubung bis zum Reifen der Früchte entscheidet die Natur mit, was im Herbst in Arbon angeliefert werden kann.
Die Apfelernte 2026: Qualität aus der Region
Für die diesjährige Ernte werden schweizweit rund 96'000 Tonnen Mostäpfel und 4000 Tonnen Mostbirnen erwartet. Damit liegt die geschätzte Menge bei den Mostäpfeln sieben Prozent über dem Vorjahr und rund 20 Prozent über dem Mehrjahresdurchschnitt. Die anhaltende Trockenheit zeigt sich allerdings bei der Fruchtgrösse: Viele Äpfel sind kleiner als in den Vorjahren. Gleichzeitig fördern die zahlreichen Sonnenstunden die Zuckerbildung und damit die natürliche Süsse der Früchte. (Schweizer Obstverband, Medienmitteilung vom 20.08.2026).
«Die Erntezeit ist für uns jedes Jahr etwas Besonderes. Wenn die ersten Traktoren mit den frisch geernteten Äpfeln bei uns in Arbon eintreffen, sehen und spüren wir unmittelbar, was das Jahr hervorgebracht hat. Diese Nähe zu unseren Produzentinnen und Produzenten und zum regionalen Obst ist ein wesentlicher Teil dessen, was Möhl ausmacht», sagt Michael Artho von der Mosterei Möhl.
Wenn die Traktoren nach Arbon rollen
Besonders sichtbar wird diese Verbindung während der Ernte direkt vor den Toren der Mosterei. Unter der Woche herrscht reger Anlieferungsbetrieb: Traktoren und Anhänger fahren mit ihrer frischen Fracht vor, die Äpfel und Birnen werden gewogen, entladen und für die Verarbeitung angenommen.
Für Besucherinnen und Besucher ist genau dieser Moment eines der Highlights der «Möhl-Ziit». Von der Zuschauerterrasse aus lässt sich beobachten, wie das Obst aus der Region in Arbon eintrifft. Woher kommt die Ladung? Wie viele Äpfel passen auf einen Anhänger? Und was passiert mit ihnen nach dem Abladen? Die Mostsaison macht sichtbar, was sich hinter einem Glas Apfelsaft, Shorley oder Cider verbirgt. Die beste Gelegenheit, die Apfelanlieferung live mitzuerleben, bietet sich unter der Woche, wenn die Obstproduzentinnen und Obstproduzenten mit ihren Traktoren zur Mosterei fahren.
Sechs Wochen im Zeichen des Apfels
Vom 12. September bis 25. Oktober 2026 bietet die «Möhl-Ziit» verschiedene zusätzliche Gelegenheiten, den Apfel zu entdecken. Beim Schaumosten wird bei trockenem Wetter direkt vor Ort gemostet und der frisch gepresste Saft kann degustiert werden.
Mostereiführungen geben Einblick in die Verarbeitung, während Cider-Tastings die geschmackliche Vielfalt des Apfels zeigen. Bei Führungen durch die Obstsortensammlung in Roggwil lässt sich zudem entdecken, wie vielfältig die Welt der Apfel- und Birnensorten ist. So verbindet die «Möhl-Ziit» das ganzjährige Erlebnis im MoMö mit dem, was nur wenige Wochen im Jahr zu sehen ist: die Apfelernte in vollem Gang.
Ein Apfel ist mehr als eine Frucht
Mit der «Möhl-Ziit» möchte die Mosterei zeigen, was sonst häufig hinter der Flasche verborgen bleibt: die Menschen, die Landschaft und das Handwerk, die regionale Apfelprodukte erst möglich machen. Gerade im Thurgau gehört der Apfel zum Landschaftsbild und zur regionalen Identität.
Wer erleben möchte, wie frisch geerntete Äpfel in Arbon eintreffen, wie es während der Mostsaison in einer Mosterei zu und her geht und wie der Herbst frisch gepresst schmeckt, sollte deshalb eines tun: den Traktoren folgen. Sie führen direkt zur «Möhl-Ziit» nach Arbon (12. September bis 25. Oktober).
Weitere Informationen und Programm: moehlziit.ch
Mosterei Möhl
1895 gründete Hans Georg Möhl zusammen mit seiner Frau Elise Möhl die Mosterei Möhl AG. Heute wird das Familienunternehmen mit Sitz in Arbon in fünfter Generation geführt. Bodenständig, ehrlich und immer offen für Neues: Die Familie Möhl hat Saft im Blut. Möhl steht für solide Safthandwerkstradition mit Qualität. Die Mitarbeitenden der Mosterei Möhl AG arbeiten mit Leidenschaft, um täglich das Beste aus dem Apfel herauszuholen. Sie produzieren Apfelsäfte, Apfelweine und Cider aus den Hochstamm-Obstgärten rund um Arbon am Bodensee. Dafür arbeiten sie mit regionalen Obstbauern und langjährigen Partnern wie der Allegra Passugger Mineralquellen AG zusammen.
