Wie damals auf dem Rütli
06.08.2026 Politik, UttwilDie Gemeinden Kesswil, Dozwil und Uttwil feierten gemeinsam auf freiem Feld den 1. August, organisiert durch die drei Gemeinden und den Feuerwehrverein Kesswil-Dozwil-Uttwil. Ständerätin Brigitte Häberli-Koller als Festrednerin, die Musikgesellschaft Uttwil und die Singing Sailors’ Crew Romanshorn boten den feierlichen Rahmen zum gemütlichen Beisammensein.
Wie seit einigen Jahren Tradition, feierten die drei Gemeinden auf einer Wiese − anliegend an die Gemeindegrenzen − den Geburtstag der Schweiz. Kontakte pflegen, die wunderbare Aussicht geniessen und zusammen essen und trinken, das genossen grosse und kleine Festteilnehmende, ganz ohne Feuerwerk und Knallerei.
Rolf Steiger, Gemeindepräsident von Kesswil, begrüsste auch im Namen der andern Gemeindepräsidenten die Festgemeinde, besonders auch die prominente Gastrednerin, Ständerätin Brigitte Häberli-Koller. Die Zusammenarbeit in kleinen Gemeinden werde immer wichtiger und die Aufgaben komplexer. In vielen Bereichen arbeiten die drei Gemeinden bereits eng zusammen: «Beim Feuerwehrzweckverband DKU sind wir dabei, mit einer angestrebten Fusion mit der Feuerwehr Hefenhofen-Sommeri die Zukunft unserer Feuerwehr abzusichern. Auch ein Kauf des Werkhofs des kantonalen Tiefbauamts ist geplant, für ein gut erreichbares Depot an zentraler Lage», so Steiger.
Werte bewahren
Brigitte Häberli-Koller ging auf die Geschichte der Schweiz ein bis zum Bundesstaat, der den Kantonen ihre Eigenständigkeit bewahrte und eine gemeinsame nationale Ordnung schuf. Was die Eidgenossenschaft heute ausmache seien vor allem die Werte, auf denen unser Land aufgebaut ist, wie Freiheit, Demokratie und Föderalismus. Die unterschiedlichen Lebensweisen, Sprachen, Traditionen und Kulturen in unserem Land seien kein Hindernis, sondern Reichtum. Sie erfordern Solidarität, Dialog und Zusammenhalt. Ein wichtiges Geschäft im Ständerat sei zurzeit, das Verhältnis zur Europäischen Union zu klären: «Wollen wir den bilateralen Weg weitergehen und erneuern?» Letztendlich entscheide die Bevölkerung mit dem Stimm- und Wahlzettel, denn:
«In unserem Land ist das Volk der Chef!»
Trudi Krieg

