Zur Kolumne «Namensillusion»

  27.01.2022 Leserbriefe

Was ist zunehmend fraglich, Herr Frischknecht? Dass wir in einer Demokratie mit Meinungsäusserungsfreiheit leben? Nach Ihrer Meinung wir diese zunehmend eingeschränkt durch ungeschriebene Gesetze, gewollt von anonymen Gruppen und mit Hilfe einer Ideologie, welche dazu führt, dass eine Diskussion nicht mehr möglich ist.
Ist das tatsächlich Ihr Ernst, Herr Frischknecht? Leben Sie und ich im gleichen Land? Wer bei uns Angst hat, seine Meinung laut und offen kundzutun, vehementer Widerspruch natürlich eingeschlossen, soll sich bitte nicht hinter angeblichen Hindernissen verstecken. Dass gerade die moderne, pluralistische Schweizer Gesellschaft Ihnen nicht besonders gefällt, verstehe ich ja. Verschiedene Vorlagen dazu sind in letzter Zeit deutlich angenommen worden, nicht von einer vermeintlichen Mehrheit, sondern einer faktischen.
Werden Sie konkret, Herr Frischknecht: Wer genau wird wegen seiner Meinung öffentlich als unmoralisch, unmenschlich etc. blossgestellt? Wer genau darf sich mit einem solchen Menschen kaum mehr zeigen? Nennen Sie Beispiele, kein einziges habe ich in Ihrer Kolumne gefunden. Gesellschaftliche Veränderungen werden durch Streit erkämpft wie immer, aber bitte mit offenem Visier und nicht mit Verschwörungsmythen.

Edi Rey, Im Sonnenfeld 6a, Romanshorn

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