Auf ein Wort
24.09.2026 Romanshorn: offizielle MitteilungenIm November 2026 stehen in Romanshorn die Erneuerungswahlen für den Stadtrat und das Stadtpräsidium an. Solche Wahlen sind im politischen Kalender stets ein Moment des Innehaltens. Es ist die Zeit, in der wir den Blick nicht nur nach vorne richten, sondern uns auch fragen: Wo standen wir, wohin haben wir uns bewegt und wo wollen wir als Stadtgemeinschaft hin?
Wenn ich auf die vergangenen beiden Legislaturen zurückblicke, erfüllt mich das mit einer stillen Dankbarkeit und auch ein wenig mit Stolz. Auf das, was wir in Romanshorn gemeinsam geschafft haben. Mit wir meine ich: uns alle zusammen. Mit Umsicht, Sachpolitik und dem nötigen langen Atem konnten wir wichtige Meilensteine setzen und Vorhaben voranbringen, die unsere Stadt langfristig prägen werden.
Gemeinsam wichtige Weichen gestellt
Die Stadtentwicklung hat im Dialog mit der Bevölkerung spürbar an Dynamik gewonnen. Wichtige Weichenstellungen wie die Aufwertung der Hafenpromenade, die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, das Ja zur neuen Mehrzweckhalle oder die Gesamtrevision der Kommunalplanung zeigen, dass sich Romanshorn gemeinsam bewegt und als Zentrumsgemeinde am See weiter an Attraktivität gewinnt.
Ein besonderer Vertrauensbeweis der Bevölkerung war das klare Ja zum Projekt «Stadthaus+» am Sternenplatz. Damit schaffen wir nicht nur bessere Voraussetzungen für eine zeitgemässe und effiziente Verwaltung. Das Projekt wird auch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Zentrum weiterzuentwickeln. Es verbindet damit eine betriebliche Notwendigkeit mit einem städtebaulichen Impuls für Romanshorn.
Stabilität schafft Spielraum
Ebenso wichtig wie die sichtbare Stadtentwicklung war die Arbeit im Hintergrund, insbesondere bei den Finanzen. Durch eine disziplinierte Haushaltspolitik und vorausschauende Planung ist es dem Stadtrat gelungen, die städtischen Finanzen nachhaltig zu stabilisieren. Trotz veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen können wir erfreuliche Abschlüsse vorweisen und solide Budgets präsentieren. Romanshorn wirtschaftet vernünftig, ohne notwendige Investitionen aus den Augen zu verlieren. Diese Balance wird auch in den kommenden Jahren entscheidend bleiben.
Doch politische Arbeit lebt nicht vom Verharren im Erreichten. Die kommenden Jahre werden uns erneut fordern. Es braucht weiterhin eine besonnene Finanzpolitik, denn neue Aufgaben – etwa in den Bereichen Pflege, Soziales und Bildung – zeichnen sich bereits ab.
Gleichzeitig gilt es, den digitalen Wandel weiterzuführen und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu prüfen.
Ziel muss sein, den Service für die Bevölkerung einfacher, moderner und effizienter zu gestalten, ohne die persönliche Nähe zu verlieren.
Infrastruktur für die nächste Generation
Gleichzeitig stehen substanzielle Erneuerungen der öffentlichen Infrastruktur an. Beispielsweise die Sanierung und Weiterentwicklung des Seebads, der Ausbau und Erhalt der Eissporthalle, die Pflege unseres Sportplatzes und die Zukunft der Jugendherberge. Diese Orte sind Treffpunkte für Jung und Alt, Orte des Sports, der Kultur und der Begegnung. Sie gilt es sorgfältig zu pflegen, weiterzuentwickeln und für die nächste Generation fit zu halten.
Eine lebendige Stadtentwicklung ist kein einsamer Sprint, sondern ein gemeinsamer Marathon. Die ab 1. Juni 2027 neu zusammengesetzte Exekutive wird diesen Weg mit frischer Kraft, Bodenständigkeit und klarem Blick weitergehen, zusammen mit Ihnen. Für das Vertrauen der vergangenen Jahre dankt Ihnen der Stadtrat herzlich und freut sich auf viele weitere gemeinsame Schritte.
Ihr
Roger Martin

