Aus den Ressorts: Prioritäten setzen, dabei das grosse Ganze im Auge behalten

  26.02.2026 Romanshorn: offizielle Mitteilungen

Seit über sechs Jahren trage ich in meinem Ressort Verantwortung. Angesichts der Themenvielfalt ist Priorisierung für mich zentral: Wo ist der grösste Handlungsbedarf, wo erzielt mein Einsatz die meiste Wirkung und welche Themen können wir vorübergehend bewusst zurückstellen, ohne das grosse Ganze aus dem Blick zu verlieren.

Littering bei Takeaways im Fokus
Einige Bereiche sind kontinuierliche Daueraufgaben, etwa die Kläranlage. Sie läuft stabil, auch wenn die rechtlichen und regulatorischen Anforderungen ständig steigen. Ähnlich ist es beim Littering. Romanshorn prüft laufend Lösungsansätze, unter anderem mit der Beteiligung 2025 an der "Grossen Schweizer Littering-Studie". Der zweite Teil des Feldexperiments ist für den kommenden Sommer geplant und fokussiert auf Verpflegungszonen rund um Takeaways.

Übergänge vorausschauend gestalten
Komplexer ist die Lage in der Gasversorgung, in der die Stadt mit der Tochtergesellschaft Regiotherm AG engagiert ist. Einerseits verfolgen wir das Ziel Netto Null bis 2050. Andererseits hat sich die Versorgungssicherheit verschärft. Das führt dazu, dass Bezügerinnen und Bezüger vermehrt Alternativen prüfen. Gerade deshalb bleibt unser Anspruch, die Gasversorgung wirtschaftlich, effizient und zuverlässig zu gewährleisten und den Übergang vorausschauend zu gestalten.

Umweltfragen aktueller denn je
Immer aufschlussreich ist der Blick in den "Global Risks Report", der Anfang Jahr in seiner 21. Ausgabe erschienen ist. Er liefert keine Prognosen, sondern zeigt Handlungsfelder auf, die in naher und mittlerer Zukunft an Bedeutung gewinnen. Dies insbesondere dort, wo die Widerstandsfähigkeit bestehender Systeme nachlässt. Kurzfristig treten Umweltfragen dabei teils in den Hintergrund. In der Zehnjahresperspektive rücken sie jedoch an die Spitze. Extremwetterereignisse und der Verlust an Biodiversität stehen dabei besonders im Fokus.

Heute ist die Gesellschaft für Umweltthemen deutlich sensibler als noch vor 30 Jahren. Gleichzeitig bringen übergeordnete Vorgaben neue energierechtliche Pflichten mit sich. Entscheidend ist, wie wir diese Verantwortung wahrnehmen. Ich bin optimistisch: Konzepte wie die Schwammstadt, die Regenwasser aufnimmt und speichert, und die ökologische Aufwertung werden zunehmend selbstverständlich. Gemeinsam arbeiten wir an einer lebenswerten Stadt.

Stadträtin Ursula Bernhardt
Ressort Energie und Umwelt


Die Stadträtinnen und Stadträte geben ihre persönliche
Meinung wieder.


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