Am 14. Juni 2026 entscheiden die Romanshorner Stimmberechtigten über die
Neugestaltung der Hafenpromenade mit Tiefgarage. Leserbriefschreibende fragen:
Dient das Projekt wirklich der Öffentlichkeit oder vor allem dem Hotel? Warum
braucht es überhaupt eine Tiefgarage für die Aufhebung der Parkplätze am See?
Und bleibt auf der Promenade weiterhin Raum für Gastronomie, Veranstaltungen
und weitere Nutzungen?
Die bauliche Erneuerung der Hafenpromenade mit Tiefgarage ist zuallererst ein öffentliches Projekt mit grossem öffentlichem Nutzen und kein Selbstzweck. Für die Stadt ist sie das Schlüsselprojekt für die Gesamtentwicklung des Gebiets Hafen Nord. Der Verkehr soll sich künftig den Bedürfnissen der Menschen unterordnen und nicht umgekehrt.
Die Parkierungsfrage lässt sich leider nicht mit ein paar Verbotsschildern oder Barrieren lösen. Die heutigen Parkplätze können ohne Ersatz in Seenähe nicht einfach aufgehoben werden. Sonst verschwinden die Autos nicht, sondern verlagern sich in umliegende Strassen und Quartiere.
Bestehende Parkmöglichkeiten sind mitgedacht. So wird das Parkhaus Bodan mit der laufenden Entwicklung der Innenstadt an Bedeutung gewinnen. Die Parkplätze beim Kornhaus sind aufgrund der Distanz zum Seepark nur bedingt geeignet. Die Promenade muss oberirdisch gezielt dort entlastet und eine nahe Alternative für die Parkierung geboten werden, wo heute Druck im Kessel ist: am See.
Für den Bau der öffentlichen Tiefgarage schafft das geplante Hotel der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt AG mit hoteleigenen Tiefgaragenplätzen Synergien: bei der Zufahrt, dem Bauablauf und der Infrastruktur. Das ist auch ökologisch sinnvoll und spart Doppelspurigkeiten. In Romanshorn sind Hotelzimmer rar und darum willkommen. Weitergehende Zugeständnisse der Stadt gibt es nicht.
Neugestaltete Hafenpromenade mit Hafenhotel. Bild: Stadt Romanshorn:
Ebenso lohnt sich ein Blick auf die ganze Rechnung. Denn die Neugestaltung der Hafenpromenade mit Tiefgarage finanziert sich mit bereits gesparten und künftigen Einnahmen aus Parkgebühren selbst. Somit bezahlen die Nutzenden die Tiefgarage und nicht die Romanshorner Steuerzahlenden, wie fälschlicherweise behauptet worden ist. Der öffentliche Gewinn durch die autofreie Zone aber ist fast unbezahlbar: die Chance, einen der wichtigsten öffentlichen Räume Romanshorns aufzuwerten.
Die Hafenpromenade wird ein lebendiger Ort mit Raum für Gastronomie, Märkte, Feste und Vereine bleiben. Mit Anschlüssen für Strom, Wasser und Abwasser, mit WC-Anlagen und wettergeschützten Bereichen entstehen klar idealere Rahmenbedingungen für vielfältigere Nutzungen als heute.
Ein Nein zur Vorlage wäre kein besserer Plan, sondern die Zementierung des Status quo über die nächsten Jahre. Es kann nicht einfach kurzfristig etwas anderes gebaut werden, weil der baurechtliche Rahmen eng und Anpassungen mit hohen und langwierigen Hürden verbunden sind.
Heisst: weiterhin Autos mit Lärm und Abgasen am See, keine Aufwertung des Seeufers und weitere Jahre im Provisorium. Romanshorn sollte nicht aus Angst vor Veränderung stehen bleiben, sondern jetzt die Weichen für eine nachhaltige Aufwertung der Lebensqualität am See stellen.
Die provisorisch genutzte Brache an der Hafenpromenade soll neu gestaltet und aufgewertet werden. Bild: Rolf Müller/Stadt Romanshorn
Am 14. Juni 2026 entscheiden die Romanshorner Stimmberechtigten über die
Neugestaltung der Hafenpromenade mit Tiefgarage. Leserbriefschreibende fragen:
Dient das Projekt wirklich der Öffentlichkeit oder vor allem dem Hotel? Warum
braucht es überhaupt eine Tiefgarage für die Aufhebung der Parkplätze am See?
Und bleibt auf der Promenade weiterhin Raum für Gastronomie, Veranstaltungen
und weitere Nutzungen?
Die bauliche Erneuerung der Hafenpromenade mit Tiefgarage ist zuallererst ein öffentliches Projekt mit grossem öffentlichem Nutzen und kein Selbstzweck. Für die Stadt ist sie das Schlüsselprojekt für die Gesamtentwicklung des Gebiets Hafen Nord. Der Verkehr soll sich künftig den Bedürfnissen der Menschen unterordnen und nicht umgekehrt.
Die Parkierungsfrage lässt sich leider nicht mit ein paar Verbotsschildern oder Barrieren lösen. Die heutigen Parkplätze können ohne Ersatz in Seenähe nicht einfach aufgehoben werden. Sonst verschwinden die Autos nicht, sondern verlagern sich in umliegende Strassen und Quartiere.
Bestehende Parkmöglichkeiten sind mitgedacht. So wird das Parkhaus Bodan mit der laufenden Entwicklung der Innenstadt an Bedeutung gewinnen. Die Parkplätze beim Kornhaus sind aufgrund der Distanz zum Seepark nur bedingt geeignet. Die Promenade muss oberirdisch gezielt dort entlastet und eine nahe Alternative für die Parkierung geboten werden, wo heute Druck im Kessel ist: am See.
Für den Bau der öffentlichen Tiefgarage schafft das geplante Hotel der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt AG mit hoteleigenen Tiefgaragenplätzen Synergien: bei der Zufahrt, dem Bauablauf und der Infrastruktur. Das ist auch ökologisch sinnvoll und spart Doppelspurigkeiten. In Romanshorn sind Hotelzimmer rar und darum willkommen. Weitergehende Zugeständnisse der Stadt gibt es nicht.
Neugestaltete Hafenpromenade mit Hafenhotel. Bild: Stadt Romanshorn:
Ebenso lohnt sich ein Blick auf die ganze Rechnung. Denn die Neugestaltung der Hafenpromenade mit Tiefgarage finanziert sich mit bereits gesparten und künftigen Einnahmen aus Parkgebühren selbst. Somit bezahlen die Nutzenden die Tiefgarage und nicht die Romanshorner Steuerzahlenden, wie fälschlicherweise behauptet worden ist. Der öffentliche Gewinn durch die autofreie Zone aber ist fast unbezahlbar: die Chance, einen der wichtigsten öffentlichen Räume Romanshorns aufzuwerten.
Die Hafenpromenade wird ein lebendiger Ort mit Raum für Gastronomie, Märkte, Feste und Vereine bleiben. Mit Anschlüssen für Strom, Wasser und Abwasser, mit WC-Anlagen und wettergeschützten Bereichen entstehen klar idealere Rahmenbedingungen für vielfältigere Nutzungen als heute.
Ein Nein zur Vorlage wäre kein besserer Plan, sondern die Zementierung des Status quo über die nächsten Jahre. Es kann nicht einfach kurzfristig etwas anderes gebaut werden, weil der baurechtliche Rahmen eng und Anpassungen mit hohen und langwierigen Hürden verbunden sind.
Heisst: weiterhin Autos mit Lärm und Abgasen am See, keine Aufwertung des Seeufers und weitere Jahre im Provisorium. Romanshorn sollte nicht aus Angst vor Veränderung stehen bleiben, sondern jetzt die Weichen für eine nachhaltige Aufwertung der Lebensqualität am See stellen.